5 Tipps für mehr Selbstbewusstsein bei Trennung oder Scheidung
- „Wieso war ich nicht gut genug?“
- „Was hätte ich anders machen können?“
- „Wenn ich nur mehr, besser…gemacht hätte, dann…“
- „Wie kann und soll ich das alles bloß alleine schaffen?“
Das sind ganz normale Gedanken in dieser Phase.
Ich hatte damals ganz ähnliche Gedanken gehabt, als ich erfahren habe, dass mein Ex Mann mich betrogen hat. Und war geschockt, als er sagte, dass das meine Schuld sei. Die Einzelheiten dieser „Schuld“ erspare ich uns.
Das Thema betrogene Mittvierzigerin und das „Warum“ wurde dann auch so ziemlich jedes Mal auf den Tisch gebracht, wenn es um unsere Trennung ging. Das war Öl in die lodernden Feuer meiner Selbstzweifel. Aber weißt du was? Ich habe viel nachgedacht, viele Gespräche geführt, analysiert und bei mir keine „Schuld“ gefunden. Auch keine Mitverantwortung für das Verhalten meines Ex-Mannes. Doch ich erkannte das, was es war: eine klare und manipulative Verantwortungsverschiebung. Zu meinen Lasten. Das hat meine Selbstzweifel doch schon mal erheblich gebremst.
Das hat mir wieder mehr Halt gegeben.
Ich übernahm ab da für mein Verhalten 100 % Verantwortung. Ein gutes Gefühl, denn es war deutlich weniger, als ich während meiner Ehe schulterte. Mir wurde bewusst, wie viel ich seit Jahren gestemmt hatte, ohne jemals echte Wertschätzung oder Anerkennung erhalten zu haben. Aber hey, das ist der Fehler im Draußen, ändert aber weder meinen Wert als Mensch noch meinen Tuns. Auch du bist stärker, als du glaubst. Genau jetzt ist der Moment, dich daran zu erinnern, wer du wirklich bist – eine Frau mit verschiedenen Potenzialen, Kompetenzen, Erfahrungen, Stärken und vor allem dem Recht auf ein erfülltes Leben.
Aus meinen persönlichen und Erfahrung als Trennungs- und Scheidungscoach weiß ich, wie schwer diese Phase sein kann. Wie gesagt, ich habe selbst erlebt, wie man sich fühlt, wenn der Boden unter den Füßen wegzubrechen scheint. Aber ich weiß auch: Du wirst diese schwere Zeit überwinden, Verletzungen werden heilen…
…und am wichtigsten: Du kannst diese Situation nutzen, um zu wachsen und stärker daraus hervorzugehen.
Mit diesen Tipps für mehr Selbstvertrauen
bekommst du 5 „Schlüssel“ an die Hand, die dir helfen, dein Selbstbewusstsein trotz der momentan schwierigen Zeit wiederzufinden.
Tipp 1. Erinnere dich an deine Stärken
Du hast Selbstvertrauen, auch wenn du es gerade nicht siehst oder fühlst
Wie du das schaffst:
- Schreibe eine Liste deiner Stärken und Erfolge: Was hast du in deinem Leben bisher gemeistert? Wie hast du das geschafft? Welche Fähigkeiten haben dir geholfen? Wie können dir diese heute nutzen?
- Lese diese Liste jeden Tag durch: Am besten laut. Vielleicht klingt es banal, aber es wirkt. Deine Stärken zu verinnerlichen, gibt dir Kraft und Perspektive.
- Bitte Freunde oder Familie um Feedback: Oft sehen andere unsere Stärken klarer, als wir selbst es tun. Lass dir sagen, was dich besonders macht oder welche Stärken sie bei dir sehen.
Mein Tipp aus der Praxis: Ich hatte einmal eine Klientin, die überzeugt war, nichts richtig zu können. Als wir gemeinsam ihre „Erfolg“-Liste erstellten, war sie überrascht, wie viel sie bereits geschafft oder überstanden hatte – von beruflichen Erfolgen bis hin zur liebevollen Erziehung ihrer Kinder. Das half ihr, ihr Selbstbild zu verändern.
Tipp 2. Setze klare Grenzen und lerne, Nein zu sagen
Alle Trennungen und Scheidungen bringen viele Herausforderungen mit sich – von organisatorischen Fragen (insbesondere, wenn Kinder da sind; Stichwort: Planung wegen oder zum Sorgerecht und Umgangsrecht) bis hin zu emotionalen Belastungen durch den Ex-Partner oder das Umfeld. Jetzt ist es entscheidend, als erstes auf deine Bedürfnisse zu hören und dich nicht (mehr) von anderen vereinnahmen oder (über Schuldgefühle) beeinflussen zu lassen. Denke immer daran, wenn du nachgeben willst, obwohl du etwas anderes spürst: Du allein bist diejenige, die zuerst die Konsequenzen einer Entscheidung tragen muss. Dann denke an deine Kinder. Das war´s. Nur das ist gerade wichtig und Grundlage all deiner Entscheidungen.
Warum Grenzen wichtig sind:
- Sie schützen dich vor Überforderung.
- Sie geben dir Sicherheit und das Gefühl, die Kontrolle über dein Leben zurückzugewinnen.
- Sie stärken dein Selbstbewusstsein, weil du für dich selbst einstehst.
Wie du das üben kannst:
- Überlege, was dir wichtig ist: Schreibe auf: Was tut dir gut? Was möchtest du vermeiden?
- Überlege, was du loslassen willst: Schreibe auf: Was schadet dir oder hemmt dich? Was möchtest du vermeiden? Wer oder was zieht deine Energie?
- Verzichte auf jede Form von Perfektionismus: Schon als kleines Mädchen lernten wir, durch funktionieren, Fleiß, lieb sein und Anstrengungen die Anerkennung und das Wohlwollen unseres Umfeldes zu bekommen. Aber auch, dass wir es auch nur dann verdienen, wenn wir „es“ ganz besonders gut machen. Dieses „Mitgift“ hält für ein Leben. Sehr schädlich, aber eine jahrzehntelange geübte und bestätigte gute Überlebensstrategie. Und jetzt kämpfst du ja eigentlich um dein „Überleben“; mit sicherlich unterschiedlichen Nuancen.
- Verabschiede sämtliche „Rollenklischees“ und geschlechterstereotype Erwartungen an Frau und Mutter: Nach meiner Trennung hatte ich ständig das Gefühl, vom Umfeld bewertet zu werden oder wurde es tatsächlich auch. Stichwort „Gute Mutter – Rabenmutter“ oder „Rachsüchtige Betrogene oder naives Hausmütterchen“, um nur zwei Beispiele zu nennen. Sich davon zu befreien ist alles andere als einfach. Aber genau das musst du machen. Diese Erwartungen sind nicht „DU“.
Bleib jetzt erst einmal konsequent bei DIR; DU musst NIEMANDEM etwas oder deinen Wert BEWEISEN!
- Kommuniziere deine Grenzen klar und freundlich: „Ich brauche jetzt Zeit für mich“ oder „Das möchte ich so nicht besprechen.“ Oder ganz kurz: „Nein, das möchte ich nicht.“
- Affirmiere morgens nach dem Aufstehen und vor dem Einschlafen z. „Meine Zeit und Energie gehören mir.“ „Ich funktioniere nur gut für mich.“ „Ich darf Nein sagen.“
- Übe das Nein-Sagen: Am besten vor dem Spiegel und laut. Es fühlt sich anfangs ungewohnt an, aber es wird leichter – und es wird dir guttun. Beginne mit kleinen „Neins“.
Tipp 3. Umgib dich mit Menschen, die dir guttun und dir konkret helfen können
Jetzt siehst und erkennst du wahre Freunde und echte Unterstützer, auch professionelle bei einem Therapeuten oder Coach; du spürst ganz schnell und klar, wer wirklich an deiner Seite steht. Nutze diese Phase, um dich auf Menschen zu konzentrieren, die dir und bei deinen Problemen und Themen helfen bzw. helfen können und deinen Alltag leichter machen. Menschen, die dich aufbauen und dir zeigen, dass du ihnen wichtig bist und die dich so lieben, wie du bist.
Wie du dein Umfeld stärkst:
- Trenne dich von negativen Einflüssen: Das können Menschen sein, die dich klein machen oder dir ständig Vorwürfe machen.
- Suche gezielt nach positiven Kontakten: Verabrede dich mit Freunden, die dich ermutigen. Oder knüpfe neue Kontakte, z. B. in Kursen oder Gruppen, die dich interessieren.
- Hole dir professionelle Unterstützung: Ein Coach oder Therapeut kann dir helfen, deine Gedanken zu ordnen und Kraft zu finden.
Ein persönlicher Impuls: In meiner eigenen Trennungszeit habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, nicht alles alleine durchstehen zu wollen. Ich habe mir bei Freunden und Familie, aber auch professionelle Unterstützung geholt. Außerdem sind ein freundliches oder gutes Gespräch, eine Umarmung oder ehrliches Lachen können so viel wert in dieser Zeit und wirken stärkend.

Tipp 4. Kümmere dich um dich selbst – Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern notwendig
Wenn du dich selbst vernachlässigst, leidet dein Selbstbewusstsein ganz erheblich. Jetzt ist der Moment, dir bewusst Zeit für dich zu nehmen und Dinge zu tun, die dir Freude machen.
Praktische Ansätze für Selbstfürsorge:
- Plane Zeit für dich ein: Jeden Tag, auch wenn es nur 10 Minuten sind. Nutze diese Zeit für etwas, das dich auflädt – ein Spaziergang, ein Bad oder ein inspirierendes Buch.
- Schreibe jeden Tag ein Kompliment auf: egal, ob es von jemand anderem oder von dir kommt; nach ein paar Wochen hast du eine tolle Sammlung von positiven Aussagen, die dich gut und täglich aufbauen können.
- Sag dir diese Komplimente vor dem Spiegel und lächle dabei.
- Bewegung und Ernährung: Regelmäßige Bewegung, frische Luft und gesunde Ernährung wirken Wunder für Körper und Geist.
- Verwöhne dich: Gönn dir etwas Schönes – einen neuen Haarschnitt, eine Massage oder einfach einen ruhigen Abend mit deiner Lieblingsmusik.
- Affirmiere morgen nach dem Aufstehen und vor dem Einschlafen: „Ich bin eine tolle Frau und werde alles gut überstehen.“, „Ich bin wertvoll.“
Erfahrung aus meiner Arbeit: Eine Klientin berichtete mir, dass sie durch kleine Veränderungen, wie das bewusste Genießen eines Tees am Morgen zur Musik aus ihren Teenie-Tagen, ihr wieder ein ganz anderes, stärkeres Lebens- und Körpergefühl brachten und ihre trüben Gedanken oft verdrängen konnten. Sie fühlte sich jedenfalls immer besser danach.
Eine Trennung ist auch ein Neuanfang. Es mag schwer fallen, das so zu sehen, aber es liegt eine große Chance darin, dein Leben neu zu gestalten. Statt zurückzublicken, konzentriere dich darauf, wie du dir deine Zukunft vorstellst.
So funktioniert das:
Visualisiere deine Wünsche:
- Baue Luftschlösser, lass deiner Fantasie freien Lauf; denke auch verrückt. Was kommen da für Gedanken und Bilder? Schreibe alles auf, was da kommt. Und überlege, was in dir Resonanz erzeugt.
- Stell dir dann vor, wie dein Leben in einem Jahr aussehen könnte und soll. Was macht dich glücklich? Wie fühlst du dich?
- Setze dir realistische Ziele: Fang mit kleinen Umsetzungsschritten an. Suche Unterstützer; wer kann dir helfen?
- Feiere jeden Fortschritt: Selbst kleine Schritte bringen dich voran. Erkenne an, was du erreichst, und sei stolz darauf. Lobe dich laut, sag dir, wie gut sich der Schritt anfühlt. Wenn du magst, klopf dir auf die Schulter oder stoße mit dir oder mit guten Freunden darauf an.
Tipp 5. Visualisiere dein neues Leben und setze dir Ziele
Du bist nicht allein – und du kannst diese Lebensphase für dich meistern
Liebe Leserin, ich denke, dass du dich gerade erschöpft, traurig, aufgewühlt, verletzlich und unsicher fühlst, um nur ein paar Aspekte deines momentanen Lebensgefühls zu nennen. Aber glaube mir: Du bist stärker, als du denkst. In Stresssituationen und durch überwältigende, belastende Gefühle vergessen wir nur leider sehr oft unsere eigene Stärke.
Und da komme ich ins Spiel. Ich helfe dir dabei, deine Stärke wieder zu finden und die neue umfassende mentale, emotionale Stärke zu finden, die du bei Trennung und Scheidung brauchst. Gemeinsam finden wir die Lösungen, die du brauchst. Gemeinsam machen wir dich fit und stark, indem du mit mir die passende Trennungs- und Scheidungsresilienz® entwickelst. Jeder kleine Schritt, den du gehst, bringt dich so näher zu einem neuen, erfüllten Leben. Du hast in diesem Moment die Chance, nochmal neu anzufangen oder deinem Leben die Wendung zu geben, die du dir wünscht.
Wenn du dir Unterstützung wünschst, bin ich gerne für dich da. Als Trennungs- und Scheidungscoach begleite ich Frauen wie dich durch diese schwierige Phase und habe schon so vielen geholfen, ihre Trennung oder Scheidung gestärkt und gut zu überstehen und positiv ihre maßgeschneiderte Zukunft zu starten. Gemeinsam finden wir heraus, was du jetzt brauchst und was dir dabei helfen kann, deine Ziele, Vorstellungen und Anliegen optimal zu verfolgen und zu erreichen.
Möchtest du den ersten Schritt machen?
Ich lade dich herzlich ein, mit mir ins Gespräch zu kommen. In einem unverbindlichen 30-minütigen Erstgespräch können wir uns kennenlernen, über deine Situation sprechen und erste Einschätzungen oder Roadmaps für deine ersten Schritte finden.
Du bist nicht allein. Du schaffst das – und ich bin hier, um dich auf diesem Weg zu begleiten.
Melde dich noch heute – ich freue mich auf dich!

