Irrtümer bei Scheidung

5 Mythen und falsche Annahmen beim Thema Scheidung. Ich spreche Klartext.

Scheidungen gehören zu den emotional und rechtlich schwierigsten und herausforderndsten Situation im Leben und es kursieren mehrere Irrtümer über die Scheidung. Ich möchte damit aufräumen, damit du richtig informiert bist und dadurch gut vorbereitet deine Scheidung angehen kannst. Dieses Wissen wird dir helfen, deine Zukunft sicher und positiv zu gestalten. Wissen ist Macht und Wissen macht Mut.

1. Ein Anwalt für beide Parteien?

Das ist verboten!

Viele glauben, dass sie Kosten sparen können, indem sie einen gemeinsamen Anwalt engagieren. Doch das ist in Deutschland nicht erlaubt! Ein Anwalt darf niemals beide Parteien in einem Scheidungsverfahren vertreten. Dies würde gegen das Standesrecht der Rechtsanwälte verstoßen, was auch Sinn macht, da eine gemeinsame Vertretung erhebliche Interessenkonflikte birgt und de facto nicht wirklich gut oder sinnvoll funktionieren kann.

Was jedoch möglich ist

Eine Partei kann allein einen Anwalt beauftragen, während die andere Partei auf einen eigenen Anwalt verzichtet. Das setzt jedoch absolute Einigkeit über alle Scheidungsfolgen voraus – von Vermögensaufteilung, Hausrat über Unterhaltsansprüche bis hin zum Sorgerecht. Traust du dir das alles zu? Kennst du wirklich alle Konsequenzen? Wer hat dich entsprechend beraten? Woher kommt dein „Wissen“ über die Rechtsfolgen der Scheidung? Und vor allem: TRAUST du deinem Ex-Mann wirklich noch 100% Fairness zu? Mutig ja, aber klug wäre das nicht!!

Meine Meinung zu diesem Thema

Ich rate dir dringend davon ab, auf einen eigenen Anwalt zu verzichten, auch wenn es auf den ersten Blick Geld sparen mag.

Kennst du das Sprichwort: „Wess´ Brot ich ess´, dessen Lied ich sing´.“?

Genau SO läuft das dann bei euch ab.

Jeder mandatierte Rechtsanwalt ist PARTEI-Vertreter. Das MUSS er auch.

ABER: Das bedeutet: er vertritt ausschließlich die Interessen deines Ex-Mannes. – Deine Interessen, Vorstellungen oder Wünsche werden also komplett auf der Strecke bleiben. Du wirst auf jeden Fall (oder bestenfalls nicht bei allem) schlicht übergangen.

In meiner beruflichen Praxis und meinem persönlichen Umfeld habe ich noch nie erlebt, dass diese Entscheidung langfristig für beide Parteien von Vorteil war. Im Gegenteil: Es ist wie „Russisch-Roulette“. Willst du wirklich so viel riskieren?

2. Kein Unterhalt nach der Scheidung?

Das stimmt nicht!

Vielleicht hast du es auch schon gehört: „Nach einer Scheidung gibt es doch keinen Unterhalt mehr. Stichwort: “Eigenverantwortlichkeit” der Ex-Partner nach der Scheidung. Dieser Satz ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube – den Mann oft und gerne gegenüber seiner Noch-Frau benutzt, und der immer wieder dazu führt, dass Frauen diesen wichtigen finanziellen Anspruch nicht geltend machen.

Unterhalt nach der Scheidung ist oft nicht nur möglich, sondern dein gutes Recht!

Die Berechnungen zwar sind meistens komplex, und die Verhandlungen darüber können hart und langwierig sein – besonders, wenn dein Ex-Partner blockt. Gerade wenn du eben dachtest „Mein Ex wird da sowieso blocken“, dann bist du damit erstens absolut nicht allein und solltest zweitens gerade deshalb einen konkreten Anspruch auf Trennungsunterhalt oder auch den konkreten, nachehelichen Unterhalt und die jeweilige Höhe des Unterhalts rechtlich prüfen lassen. Wir klären gemeinsam die allgemeinen Basics, formulieren deine Ziele und Vorstellungen und stellen die wichtigen Dokumente und Unterlagen für dein Gespräch beim Anwalt zusammen.

Denn der Unterhalt kann eine entscheidende Rolle für deine zukünftige, finanzielle Sicherheit und somit auch die deiner Kinder spielen. Deshalb ist es essenziell, dich über deine Rechte zu informieren und auch rechtlichen Beistand zu suchen. Das kann richtig gut nur ein erfahrener Anwalt; am besten ein Fachanwalt für Familienrecht. Nur so kannst du sicherstellen, dass dir keine Ansprüche entgehen und deine Zukunft abgesichert ist.

Wann ein Anspruch auf Unterhalt nach der Scheidung besteht

Es gibt Unterhaltsformen, die auch nach der Scheidung greifen können:

  • Betreuungsunterhalt:
    Wenn du Kinder betreust, steht dir möglicherweise Unterhalt zu, solange deine Kinder Betreuung brauchen. Das kann je nach Alter und Situation der Kinder mehrere Jahre umfassen.
  • Aufstockungsunterhalt:
    Wenn du finanziell nicht in der Lage bist, deinen Lebensstandard allein zu sichern – etwa weil du während der Ehe zugunsten der Familie beruflich zurückgesteckt hast –, kannst du Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich haben.
  • Krankheits- oder Altersunterhalt:
    Falls du aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund deines Alters nicht mehr arbeiten kannst, das schon während der Ehen so war oder angelegt gewesen war, ist dein Ex verpflichtet, dich finanziell zu unterstützen.

Entscheidend: Es kommt immer auf deine individuelle Lebenssituation an. Die Dauer der Ehe, finanzielle Verhältnisse beider Parteien und die Frage, ob Kinder betroffen sind, spielen hier eine zentrale Rolle.

Dein Ex b(l)ockt? So schützt du dich.

Es gibt leider sehr viele Fälle, in denen Ex-Partner versuchen, Unterhaltsansprüche zu minimieren oder komplett abzuwehren. Vielleicht hörst du Sätze wie: „Du kannst doch jetzt wieder arbeiten“ oder „Ich zahl dir keinen Cent mehr.“

Lass dich davon nur nicht einschüchtern. Das Gesetz ist auf deiner Seite. Wichtig ist, dass du die Fakten kennst und frühzeitig rechtliche Unterstützung suchst. Ein Familienanwalt kann dir helfen, folgende Punkte zu klären:

  • Welche Unterhaltsansprüche du hast: Es gibt klare Berechnungsgrundlagen, die deine finanzielle Lage und die deines Ex-Partners berücksichtigen.
  • Wie lange du Anspruch auf Unterhalt hast: Der Gesetzgeber sieht keine starren Fristen vor, sondern passt die Dauer des Unterhalts an die Lebensumstände an.
  • Wie du deine Ansprüche durchsetzt: Wenn dein Ex nicht zahlt, gibt es rechtliche Möglichkeiten, den Unterhalt einzufordern – notfalls auch mit Unterstützung des Gerichts.

Unterhalt ist kein „Almosen“ oder eine Nettigkeit nach Goodwill deines Ex-Mannes, sondern dein gutes Recht!

Vielleicht fühlst du dich unwohl beim Gedanken, Unterhalt einzufordern. Vielleicht glaubst du, du müsstest das allein schaffen, weil dein Ex dir vorwirft, „unselbständig“ oder ein Schmarotzer, faul etc. zu sein. Aber das ist Blödsinn. Während der Ehe habt ihr eine gemeinsame Lebensplanung verfolgt. Vielleicht hast du beruflich zurückgesteckt, um dich um die Kinder zu kümmern. Vielleicht hast du dich auf die finanzielle Unterstützung deines Ex verlassen, während du die Familie und alles andere in eurem Leben verwaltet und organisiert hast. Eine Scheidung ändert diese Realität nicht von heute auf morgen – das weiß auch das Gesetz und sorgt auch heute noch in diesen Fällen für Frau. Der Unterhalt soll dir helfen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen, ohne dich oder deine Kinder in eine existenzielle Krise zu stürzen. Und genau das ist fair.

Berechnung und Realität: So setzt du deine Ansprüche auf Ehegattenunterhalt durch

Die Berechnung des Ehegattenunterhalts ist ein komplexes und schwieriges Thema, das du nicht ohne Prüfung durch einen Fachmann angehen solltest. Jeder Unterhaltsanspruch ist so individuell wie die jeweilige Beziehung. Folgende Faktoren spielen die wichtigste Rolle:

  • Das Einkommen deines Ex-Partners
  • Dein eigenes Einkommen.
  • Bedarf und Bedürftigkeit

Die Verhandlungen über die Höhe des Ehegattenunterhalts der gegnerischen Anwälte außergerichtlich und vor Gericht (nicht vergessen: Anwaltszwang) sind in der Regel langwierig und für dich sehr wahrscheinlich emotional ziemlich belastend. Doch du bist doppelt nicht allein, wenn du gut für dich sorgst:

  • Ein erfahrener Anwalt kann dir helfen, deine Unterhaltsansprüche zu berechnen und rechtlich
  • Und ein kompetenter Scheidungscoach macht dich fit für diese „Schlacht“, fängt dich mit allen anderen Themen und menschlich auf, und gibt dir emotionalen Halt sowie die Unterstützung, die du neben dem Scheidungsverfahren in deinem neuen Alltag oder wegen deiner Kinder so dringend brauchst.

Mut und Wissen: So sicherst du deine Zukunft

Deine Scheidung darf dich nicht in die finanzielle Unsicherheit oder Not katapultieren. Daher ist es wichtig, dass du dir ein solides rechtliches Basiswissen aufbaust und deine Rechte dann über einen Anwalt unnachgiebig einforderst. Nur so kannst du langfristig gut für dich und deine Kinder sorgen.

Was kannst du konkret tun?

  • Informiere dich und finde heraus, welche Unterhaltsansprüche du hast.
  • Lass dich von Fachleuten begleiten und beraten
  • Bleibe stark: Lass dich von Drohungen, abwertenden, manipulativen oder unfairen Aussagen deines Ex nicht verunsichern oder einschüchtern. Du hast das Recht auf eine faire Unterhaltsregelung.

Fazit: Unterhalt ist dein gutes Recht

Ob es deinem Ex-Mann passt oder nicht: Unterhalt ist gesetzlich geregelt und sorgt dafür, dass auch du neben dem Kindesunterhalt über den Ehegattenunterhalt finanziell erst einmal abgesichert bist. Dein Ex mag versuchen, dir etwas anderes einzureden, doch du kannst ihm mit Wissen und rechtlicher Unterstützung auf Augenhöhe begegnen. Es ist dein Recht und sogar deine Pflicht, für dich und deine Zukunft einzustehen – und niemand hat das Recht, dir das Gefühl zu geben, dass du dich dafür schämen solltest. DAS ist egoistisch motivierte Manipulation; sonst gar nichts!!

Also: Hol dir das, was dir zusteht.

Scheidungscoaching

3. Vermögen und Schulden einfach 50:50 verteilt?

Das ist ein weiterer weit verbreiteter Irrtum. Beim sogenannten Zugewinnausgleich wird nur das Vermögen, das während der Ehe erwirtschaftet wurde, aufgeteilt. Schulden, die einer der Partner vor der Ehe hatte, bleiben normalerweise bei ihm oder ihr.

Doch die genauen Berechnungen und Aufteilungen können äußerst kompliziert sein. Hierbei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Immobilien, Wertgegenstände und andere Vermögenswerte. Ein Fachmann ist oft unverzichtbar, um faire Ergebnisse zu erzielen. Wie beim Unterhalt gilt auch hier: Harte Verhandlungen sind oft unausweichlich. Bereite dich darauf vor und hol dir professionelle Hilfe, um nicht benachteiligt zu werden.

Der sogenannte Zugewinnausgleich, auch gesetzlicher Güterstand, regelt die Aufteilung des Vermögens. Hier gibt es zahlreiche Fallstricke, Stolpersteine und Missverständnisse, die dich schnell in eine benachteiligte Position bringen können. Lass uns einen Blick darauf werfen, wie Vermögen und Schulden wirklich behandelt werden – und wie du dich schützen kannst.

Was ist der Zugewinnausgleich – und was bedeutet er für dich?

Der Zugewinnausgleich sorgt dafür, dass das Vermögen, das während der Ehe erwirtschaftet wurde, zwischen den Ehepartnern ausgeglichen wird. Klingt fair, oder? Aber es gibt dennoch einige wichtige Punkte, die du unbedingt kennen musst:

  1. Nur das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen wird ausgeglichen.
    Vermögen, das einer der Partner bereits vor der Ehe hatte, bleibt außen vor. Hast du beispielsweise vor der Ehe geerbt oder gespart, gehört dieses Vermögen weiterhin dir – ebenso wie Schulden, die du oder dein Ex vor der Ehe gemacht habt.
  2. Es geht nicht nur um Geld.
    Vermögen umfasst viel mehr als nur das Bargeld auf dem Konto. Immobilien, Fahrzeuge, Schmuck, Wertpapiere und sogar Firmenbeteiligungen können in den Zugewinnausgleich einfließen. Dabei wird nicht der Besitz an sich geteilt, sondern der Wert ausgeglichen – und das führt oft zu Konflikten.
  3. Schulden können zum Problem werden.
    Schulden, die während der Ehe aufgenommen wurden, etwa für eine Immobilie oder größere Anschaffungen, können in den Zugewinnausgleich einfließen.

Warum harte Verhandlungen vorprogrammiert sind

Vielleicht hoffst du, dass ihr euch „einigen“ könnt. Doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Ex-Partner versuchen, den Zugewinn kleinzurechnen, Vermögenswerte zu verschweigen oder die Schuldenlast auf dich abzuwälzen. Beispiele dafür sind:

  • Ein Ex, der plötzlich behauptet, dass das Konto, Geschenke, etc. während der Ehe „nur ihm“ gehört hat.
  • Ein Ex, der den Wert von Immobilien oder Firmenbeteiligungen bewusst niedrig ansetzt.
  • Ein Ex, der versucht, private Schulden auf die gemeinsame Ehekasse zu schieben.

Hier ist es entscheidend, dass du einen klaren Kopf bekommst, entsprechend kommunizierst und professionelle Unterstützung suchst.

Fazit: Dein Vermögen ist deine Sicherheit – und es lohnt sich zu kämpfen

Die Vorstellung, dass bei einer Scheidung alles einfach 50:50 geteilt wird, ist ein Mythos. Der Zugewinnausgleich ist komplex und oft voller Streitpotenzial – aber er ist auch ein wichtiger Schritt, um dir und deinen Kindern eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Lass dich nicht von den Emotionen oder den Drohungen deines Ex aus der Ruhe bringen. Hol dir das Wissen, die Unterstützung und die Stärke, die du brauchst, um deinen fairen Anteil zu erhalten. Denn am Ende geht es nicht nur um Zahlen oder Vermögenswerte – es geht darum, dass du wieder auf eigenen Beinen stehen kannst. Und das ist dein gutes Recht.

4. Eine Scheidung ist online möglich und dann deswegen auch kostengünstiger – ganz falsch gedacht!

Der Begriff „Online-Scheidung“ sorgt häufig für Verwirrung,

weil er mehr verspricht, als er halten kann. Was einige Anbieter damit meinen, ist lediglich die Möglichkeit, bestimmte Teile der Scheidung online vorzubereiten – wie zum Beispiel:

  • Die Kommunikation mit deinem Anwalt, etwa per E-Mail oder über Online-Portale.
  • Der Austausch von Dokumenten, wie Ehevertrag, Einkommensnachweise oder Vermögensaufstellungen.
  • Die Klärung einfacher Vorfragen, wie: „Welche Unterlagen brauche ich für das Gericht?“

Die Vorstellung, sich bequem vom Sofa aus scheiden zu lassen, klingt für viele Menschen vielleicht verlockend – gerade in der emotionalen und organisatorischen Ausnahmesituation, die eine Scheidung mit sich bringt. Schnell mal ein paar Formulare online ausfüllen, ein Klick – und die unangenehme Sache ist erledigt. Und das noch viel kostengünstiger als eine klassische Präsenzscheidung vor Gericht.

Eine „Online-Scheidung“ im rechtlichen Sinne gibt es in Deutschland nicht.

Klingt praktisch und verlockend?

Hier die Realität: Das ist beides ebenfalls Unsinn. Eine „Online-Scheidung“ im rechtlichen Sinne gibt es in Deutschland nicht. Außerdem wäre sie im Übrigen auch nicht kostengünstiger. Tatsächlich gäbe es rein rechtlich keinen Unterschied bei den entstehenden Scheidungskosten, da der Streitwert – und damit die Gerichts- und Anwaltsgebühren – in beiden Fällen völlig identisch zu berechnen wären. Was tatsächlich bei einer Scheidung passiert, ist weit entfernt von einem schnellen, digitalen Prozess. Eine Scheidung ist und bleibt ein gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren, das vor einem Familiengericht stattfinden muss. Mindestens einer von euch sowie der beauftragte Anwalt müssen persönlich vor Gericht erscheinen.

Warum? Weil die Scheidung ein formeller, gesetzlich vorgeschriebener, geregelter Prozess ist – und der lässt sich nicht einfach in die digitale Welt verschieben. Das ist auch gut so. Es werden ja schließlich viele existenzverändernde Dinge für zwei (das Noch-Paar) oder mehrere Menschen (Noch-Paar mit Kind/ern) entschieden, die es erforderlich machen, dass sich der Richter ein persönliches „Bild“ von den Parteien als Menschen machen kann. Ob er das tatsächlich immer macht, steht dann wieder auf einem ganz anderen Blatt.

Anwalt oder Coach?

5. Richter entscheiden immer fair? – falsch gedacht!

Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass Richter stets faire und für alle Betroffenen ausgewogen entscheiden oder dass angemessen Rücksicht auf das „schwächste“, gutmütigste oder bescheidenste Mitglied (in der Regel Frau oder Kind) im Familiensystem nehmen. Weit gefehlt. In der Praxis sieht das so oft ganz anders aus. Die Entscheidungen von Richtern wirken häufig nicht nur distanziert und unempathisch, sondern sind überwiegend von kaltem Pragmatismus geprägt. Das Ziel ist oft in erster Linie, schnelle und einfach umsetzbare Lösungen zu finden, die maximal verbal so verpackt werden, als ob sie den „rechtlichen Frieden“ herstellen.

Das kann so jedoch nicht funktionieren, da ja gar nicht auf einen Ausgleich der tatsächlichen, verschiedenen, individuellen Interessen oder einer tragfähigen, langfristigen und passenden Zukunftsplanung für den Menschen geachtet wird. Langfristige Perspektiven, finanzielle Absicherungen oder persönliche Ziele spielen in Scheidungsbeschlüssen vielmehr sehr oft nur eine untergeordnete Rolle.

Daher ist es ja gerade umso wichtiger, dass du deine Rechte kennst und diese aktiv und im Zweifel unnachgiebig einforderst. Dein Anwalt sollte deine Perspektive und Bedürfnisse unmissverständlich darlegen, damit sie im Verfahren überhaupt richtig berücksichtigt werden.

Fazit: Für deine Zukunft musst du im Zweifel kämpfen

Eine faire Scheidung ist nach meiner Erfahrung und dem Feedback von Betroffenen beider Seiten die absolute Seltenheit. Wenn dir deine Zukunft wichtig ist, musst du aktiv für deine Interessen einstehen. Dabei helfen dir folgende Schritte:

  1. Sei vorbereitet und vertraue erst einmal nur dir selbst und deinem Wissen.
  2. Fordere klar und unmissverständlich über deinen Anwalt, was dir zusteht. Wenn er das nicht macht, suche dir einen anderen Anwalt.
  3. Bleibe standhaft und weise Einschüchterungsversuche und Manipulationen unmissverständlich zurück. Egal von wem sie kommen.

Teile diesen Beitrag, um anderen Klarheit über die Realität von Scheidungen zu verschaffen!

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Scheidungscoach

Ich bin Susanne Schilling – Trennungs- und Scheidungscoach aus Leidenschaft, Mediatorin, Juristin, Verfahrensbeiständin für Kinder, Rechtsdozentin, Autorin und selbst eine Frau, die den harten Weg einer Trennung bzw. Scheidung gegangen ist. Mein Herzensanliegen ist es, Frauen wie dich in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens zu unterstützen.

Melde dich gerne bei mir, wenn du das Gefühl hast, dass es klug wäre eine Sparringspartnerin an deiner Seite zu wissen.